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Der neueste Trend: Handgepäck-Koffer

Es gibt eine riesige Auswahl an Koffern aus verschiedenen Materialien, in allen erdenklichen Größen, Farben und Mustern. Die neueste Entwicklung auf dem Koffermarkt sind wohl die Handgepäck-Koffer. Sie werden strikt nach den Höchstmaßen für Handgepäck der Fluglinien gefertigt und sollen vor allem auf Kurzreisen die großen Koffer ersetzen. So kann das Gepäck mit in die Fahrgastkabine genommen werden und der Reisende muss nicht mehr viel Zeit bei der Gepäckaufgabe und am Kofferband verbringen.

Maße / Größe und Gewicht

Der Weltluftfahrtverband IATA (International Air Transport Association = internationale Luftverkehrsvereinigung) hat mit den weltweit führenden Fluggesellschaften beschlossen, künftig ein Standardmaß von 55 x 35 x 20 einzuführen. Die Bezeichnung dafür soll IATA – Standard heißen.

Im Moment sieht es noch aus, dass jede Fluggesellschaft seine eigenen Regeln vorgibt, aber im Großen und Ganzen werden die Maße / Größen 55 x 40 x 20 cm oder 55 x 40 x 23 cm bevorzugt.
Beim Freigewicht vom Handgepäck gibt es schon größere Unterschiede, die Spanne geht von 5 Kg – 12 Kg. Meistens darf noch zusätzlich eine Handtasche, Laptoptasche oder ein Rucksack kostenlos mit in die Flugzeugkabine genommen werden. Natürlich gibt es auch hier eine Größen- und Gewichtsobergrenze.


Vom Seesack zum Handgepäck-Koffer – Die Geschichte des Koffers

Schon von Anbeginn der Menschheit wollten Menschen bestimmte Habseligkeiten von A nach B transportieren. Ob es nun der Proviant auf der Jagd war, ein Marsch zu einem lohnenden Erntegebiet oder Tauschgegenstände zu einem vielversprechenden Handelspartner. Daher dachten Menschen schon früh darüber nach, wie Dinge ordentlich verstaut und gut herumgetragen werden konnten. Das erste „Gepäckstück“ war mit ziemlicher Sicherheit ein Beutel aus Leder, der mit einer Schnur aus Fasern verschnürt wurde. Er wurde dann entweder an den Gürtel geschnallt oder an einem langen Riemen um den Körper getragen. Später wurde das Leder durch gewebten Stoff ersetzt und es entstand das klassische Bündel, dass Wandernde an einen Stock banden, den sie auf der Schulter trugen. Eine Alternative dazu bot der geflochtene Weidenkorb.
Im Laufe der Zeit wurden Transportkisten aus Holz gefertigt. Diese waren sehr schwer, sodass sie hauptsächlich im Besitz von reichen Leuten waren, die das nötige Geld hatten, diese Kisten von Dienern schleppen zu lassen. Die Kisten wurden immer weiter entwickelt. So kam man irgendwann darauf, dass sich auf flachen Deckeln immer das Regenwasser sammelte und gut eindringen konnte. Daher baute man fortan Kisten mit runden Deckeln, an denen das Wasser abfloss. Damit sie stabiler wurden, wurden Eisenbeschläge angebracht. Und zum Schutz vor unbefugtem Zugriff baute man Schlösser an. Als Alternative zu Holzkisten kamen Weidenkisten auf den Markt. Mittlerweile hatte man Kutschen erfunden, sodass der Transport der schweren Kisten sich einfacher gestaltete.
Das deutsche Wort „Koffer“ leitet sich übrigens vom französischen „coffre“ ab, das wiederrum vom lateinischen „Cophinus“ herstammt und „Weidenkorb“ bedeutet.

Erfindung des Koffers

Die ersten Koffer, so wie wir sie heute kennen, erfand ein Mann am französischen Königshof, dessen Name auch heute noch weltbekannt ist: Louis Vuitton. Auf ihn gehen die ersten Koffer und Taschen aus robustem Leder zurück, die nicht nur praktisch sondern auch ansehnlich waren.
Weitere Kofferformen entwickelten sich, wie etwa der Schrankkoffer, der bevorzugt auf Schiffsreisen eingesetzt wurde, da darin Kleider auch aufgehängt werden konnten und er auch ansonsten viel Platz für Gepäck bot, dass man auf den wochenlangen Schifffahrten benötigte.

Als sich die Eisenbahn sowohl in Europa als auch in Amerika immer mehr ausbreitete und auch zunehmend die normale Bevölkerung dieses Transportmittel nutzte, legte man zunehmend Wert darauf, dass Gepäckstücke auch alleine transportiert werden konnten, ohne dass Gepäckträger die schweren Stücke hin- und hertragen mussten. Koffer wurden kleiner und handlicher und in der Anschaffung günstiger. Natürlich waren die Koffer zu dieser Zeit weit entfernt davon, wetterbeständig oder besonders robust zu sein.

Als schließlich der Flugverkehr eingeführt wurde, war man bestrebt, Gepäckstücke noch leichter und widerstandsfähiger zu machen. Von da an wurden Koffer zunehmend aus Kunststoff gefertigt, erste Hartschalenkoffer eroberten den Markt.

Mit kleinen Rollen vom Pilot zum Millionär

Dass er durch seine kleine Erfindung Millionen machen würde, hätte sich der amerikanische Pilot Robert Plath nicht gedacht, als er Ende der 80er Jahre darüber sinnierte, wie er den Transport seines Koffers vereinfachen konnte. Schließlich schraubte er einfach zwei kleine Rollen darunter. So konnte er beschwingten Schrittes die Terminals durchqueren, während er mühelos seinen Koffer hinter sich herzog. Das blieb nicht unbemerkt. Freunde und Kollegen baten ihn darum, auch für sie so einen Rollkoffer herzustellen.

Die Nachfrage stieg immer mehr, sodass Plath irgendwann seinen Hobbybetrieb in der Garage aufgab, die Firma TravelPro gründete, seinen Piloten-Job kündigte und fortan die Leitung der Produktion von Rollenkoffern übernahm.

Und obwohl es bereits vorher immer mal wieder die Idee eines rollbaren Koffers gab, konnte sich diese erst durch Robert Plath durchsetzen.

Heute sind nahezu alle Koffer mit zwei oder vier Rollen und ausziehbaren Teleskopstangen bestückt.