Gepäck im FlixBus – Günstig reisen mit dem Fernbus

Das Unternehmen FlixBus zählt zu den jungen Anbietern von Mobilitätsdiensten in Europa. Gegründet im Jahr 2013, zählte das Busunternehmen aus Deutschland schon zwei Jahre später über 20 Millionen Fahrgäste pro Jahr. Das ehemalige Startup mit Sitz in Berlin und München beschreibt den eigenen Erfolgsfaktor mit einer Kombination aus Technologie- und Internetaffinität und klassischem Verkehrsbetrieb. So wurde innerhalb von kurzer Zeit das größte Fernbusnetz in ganz Europa geschaffen. Durch das große Angebot und die leichte Buchbarkeit haben Reisende die Chance, die Welt auch bei einem kleinen Budget zu entdecken. Dabei setzen die grünen Fernbusse hohe Maßstäbe an Komfort, Sicherheit und Umweltschutz.

Gerade als ökologische und bequeme Alternative zum individuellen Reiseverkehr hat sich das deutsche Startup schon jetzt einen guten Namen gemacht und rechnet auch in Zukunft mit steigenden Zahlen. Heute umfasst das Streckennetz viele Langstrecken in Deutschland, aber auch in Frankreich, Italien, Österreich, in den Niederlanden und in Kroatien. Hinzu kommt der grenzüberschreitende Linienverkehr nach Skandinavien, nach Spanien, England und Osteuropa. Derzeit umfasst das Streckennetz 1.000 Ziele in 20 Ländern mit insgesamt 100.000 Verbindungen am Tag. Alle Busse bieten genügend Platz zum Transport von Gepäck, sofern bestimmte Voraussetzungen eingehalten sind.

Die Gepäckmaße sind vorgeschrieben

Ein Ticket deckt bei FlixBus die Mitnahme von einem Handgepäckstück und von zwei Reisegepäckstücken ab. Das Handgepäck darf die Abmessungen 42 x 30 x 18 Zentimeter und ein Gewicht von sieben Kilogramm nicht überschreiten. Das Reisegepäck muss kleiner sein als jeweils 67 x 50 x 27 Zentimeter, beide Gepäckstücke dürfen zusammen nicht mehr als 30 Kilogramm wiegen.

Aus Sicherheits- und Komfortgründen soll das Handgepäck in den Gepäckfächern über dem Sitz verstaut werden. Somit kann es bei einer unerwarteten und heftigen Bremsung nicht verrutschen und Fahrgäste gefährden. Das Reisegepäck wird sicher im Gepäckraum im Bus untergebracht. Damit folgt man im Prinzip dem Vorgehen im Flugverkehr.

Diese Regeln gelten für Zusatz- und Sondergepäck

Sofern die Kapazität im Bus vorhandenen ist, kann noch ein drittes Reisegepäckstück mitgenommen werden. Es darf ebenfalls die Abmessungen von 67 x 50 x 27 Zentimetern nicht überschreiten und nicht mehr als 15 Kilogramm wiegen. Das Zusatzgepäckstück ist kostenpflichtig. Der Preis beträgt fünf Euro, das Gepäckstück muss bei der Buchung angemeldet werden. Die Anmeldung wird frühestens 48 Stunden vor der Busabfahrt telefonisch entgegengenommen.

Sondergepäck ist Gepäck mit Abmessungen, die über das Reisegepäck hinausgehen. Dazu gehören zum Beispiel Skier oder Musikinstrumente. Auch Sondergepäck muss bei der Buchung angegeben werden, die Frist liegt wiederum bei frühestens 48 Stunden vor der Abfahrt. Die zulässige Größe wird nach der Formel Länge zuzüglich 2x Breite und 2x Tiefe in Zentimetern berechnet, sie darf 290 Zentimeter nicht überschreiten. Das Gewicht darf maximal bei 30 Kilogramm liegen. Sondergepäck kostet pro Gepäckstück neun Euro, pro Fahrgast darf nur ein Sondergepäckstück mitgeführt werden.

Diese Vorgaben gelten für Fahrräder

Fahrräder können nicht in allen Bussen mitgenommen werden. Die zulässige Größe bemisst sich nach der Standardgröße, Aufbauten dürfen nicht vorhanden sein. Das Fahrrad darf maximal 25 Kilogramm wiegen. Die Gebühr beträgt neun Kilogramm. Fahrräder müssen wie Sondergepäck bei der Buchung angegeben werden. Befördert werden sie auf Fahrradträgern. Nur in Ausnahmefällen ist eine Mitnahme in geeigneten Taschen im Kofferraum möglich. Ist das gewünscht, muss das Rad bei der Buchung beim Kundenservice angemeldet werden.

Kostenloser Transport von Kinderwagen und Rollstühlen

In einigen Bussen dürfen Kinderwagen, Rollstühle oder auch Gehhilfen mitgenommen werden. Der Transport ist kostenfrei. Spätestens 36 Stunden vor der Abfahrt ist eine telefonische Ankündigung der Mitnahme von Rollstühlen und Gehhilfen beim Kundenservice nötig. Aus Sicherheitsgründen müssen sie faltbar sein, ein elektrischer Antrieb ist nicht zulässig. Kinderwagen sind als Sondergepäck dagegen frühestens 48 Stunden vor der Busabfahrt beim Kundenservice anzukündigen. Musikinstrumente können anstelle des Handgepäcks kostenfrei im Fahrgastraum mitgeführt werden, sofern sie die zulässigen Abmessungen für Handgepäck mit 42 x 30 x 18 Zentimetern und sieben Kilogramm einhalten. Ist das Instrument größer als die vorgegebenen Handgepäckmaße, sind sie als Sondergepäck zu befördern. Dann ist eine geeignete Verpackung wie ein Instrumentenkoffer nötig. Für die Beförderung fallen neun Euro an, sie ist in der Buchung frühestens 48 Stunden vor der Busabfahrt anzumelden. Sofern das Instrument einschließlich Koffer größer ist als 135 x 48 x 35 Zentimeter, ist die Mitnahme im Bus nicht möglich. Darunter fallen zum Beispiel Kontrabässe.
Sollte das Gepäck einmal verloren oder vergessen werden, hilft das Fundbüro gerne weiter.


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